Writing my name
in graffiti
on the wall

Mit 14 Jahren, mitten in der Nachwendezeit und den von Unsicherheit geprägten „Baseballschlägerjahren“, eröffnete sich mir eine völlig neue Welt: Graffiti. In der gesellschaftlich angespannten Atmosphäre der 90er-Jahre wurde die Hip-Hop-Kultur zu meinem persönlichen Ventil und zu einem Raum für freie kreative Entfaltung.

Wo andere nur grauen Beton sahen, entdeckte ich meine Heimatstadt Wismar als eine nie endende Leinwand. Begeistert von großformatigen, leuchtenden Graffiti und auf der fortwährenden Suche nach meinem eigenen Style sowie meiner persönlichen Identität, tauchte ich immer tiefer in diese Welt ein.

Das Gelände der verlassenen Malzfabrik „Wismaria“ wurde nach und nach zu meinem zweiten Zuhause. Zwischen Sketchbooks, Sprühdosen und dem Geruch von Lack verbrachte ich unzählige Wochenenden, um meine Fähigkeiten und Techniken zu verfeinern und gemeinsam mit Gleichgesinnten das Stadtbild zu prägen.

Hier kreuzten sich auch früh die Wege mit Christian Pursch, der bis heute unter dem Pseudonym „Teml“ aktiv ist und mit dem ich Jahre später die Galerie KUNSTstoff auf die Beine stellte.

Den Spirit dieser Jahre – dieses Aufbruchsgefühl und das unmittelbare Eintauchen im Rausch der Farben – spüre ich noch heute. Er schwingt auch über 30 Jahre später in jedem meiner abstrakten Acrylwerke mit.

Mehr zu mir findest du hier

Vom Dachboden
in die Galerie

Aus den 90ern in die Gegenwart

Ein Besuch meiner Eltern Anfang 2026 führte mich auf den Dachboden. Dort lagerte ich als Jugendlicher meine Sprühdosen.

In einer Ecke entdeckte ich eine alte Schrankrückwand, die ich Mitte der 90er mit Tags besprüht hatte. Sofort kam mir die Idee, etwas damit zu machen. 

Ich nahm sie direkt mit in mein Studio und baute sie zu einem neuen Malgrund um. Das Werk „RED LINE“ entstand.